Alfred Mager sagt nach 50 Jahren ade

16.04.2015|SZ Ehingen (Barbara Körner)

Das Vorstandsmitglied der Raiba Ehingen-Hochsträß geht in den Ruhestand.

Nach einem Arbeitsleben von 50 Jahren im Dienst der Genossenschaftsbanken hat jetzt der Vorstand der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß Alfred Mager dem Bankwesen "ade" gesagt und den Ruhestand angetreten. Vor genau 50 Jahren hat er als 14 -Jähriger bei der Darlehenskasse Rißtissen seine Lehre begonnen, als Vorstand der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß hat er sich verabschiedet.

Langweilig wird es dem Pensionär Mager nicht werden, die große Familie und Ehrenämter in Vereinen sorgen jetzt für Abwechslung. "Kundenkontakte werden Sie vermissen, die Gespräche mit Mitarbeitern werden Ihnen fehlen" sagte der Wirtschaftsprüfer des Genossenschaftsverbandes Kai Uwe Dienstdorf. Er überreichte Mager die Raiffeisen-Schultze-Delitzsch-Medaille des Verbandes als Anerkennung für seine Verdienste um das Genossenschaftsbankwesen. Dienstdorf sprach von den vielen Veränderungen in den 50 Jahren - der Abkehr von der staatlichen Zinsbindung, die sich heute mancher wieder zurück wünscht, der permanenten Gesetzesänderung im Kreditwesengesetz, der immer intensiveren Regulierung durch die Bankenaufsicht, den stärkeren Wettbewerbsdruck und den Riesensprung in Sachen Bankentechnik. Vorstandskollege Fritz Lehmann erinnerte an die Fusion der Raiffeisenbank Hochsträß mit Ehingen, "eine richtige und gute Entscheidung wurde zu einer Erfolgsgeschichte", so Lehmann.

Einen Vierervorstand mit Klaus Hofmann, Alfred Mager, Fritz Lehmann und dem inzwischen ausgeschiedenen Alfred Kloker bildete man 2008. Klaus Hofmann fand als langjähriger Weggefährte die persönlichsten Worte, erinnerte an schwierige Phasen vor der Fusion, an unpopuläre Maßnahmen, die damals ergriffen wurden. "Harte Zeiten haben uns zusammen geschweißt, gemeinsam haben wir die Raiffeisenbank Hochsträß in ein ruhigeres Fahrwasser gelenkt bis zur Fusion mit Ehingen. Viel Widerstand aus Pappelau musste überwunden werden, ehe die Erfolgsgeschichte ihren Anfang nahm", erinnerte Hofmann, aber auch an die kreativen Kostüme des Alfred Mager zur Fasnet. "Des isch oinr, der kahs mit de Leit" meinte Hofmann.

Mit einer herzlichen Umarmung dankte Alfred Mager dem Freund und Weggefährten. Er selbst erinnerte an seine Anfänge vor 50 Jahren in Rißtissen, den Wechsel nach Oberdischingen, eine erste Fusion mit Donaurieden, das Aufrücken vor 33 Jahren in den Vorstand. "Ich habe es mir niemals träumen lassen, mal Vorstand von einer 450 Millionen Bank zu werden" meinte Mager in seiner Abschieds- und Dankesrede. Seine offizielle Dienstzeit hatte schon zum 31.12.2013 geendet, für die letzten 15 Monate hatte Alfred Mager einen Beratervertrag. Musikalisch umrahmt wurde die Abschiedsfeier von Oliver Woog und Arthur Egle.

 

Fritz Lehmann, Alfred Mager, Inge Mager, Klaus Hofmann und Aufsichtsratsvorsitzender Franz Reck bei Magers Abschied im Ehinger Hotel Adler (Foto: SZ Körner)