Raiba legt starke Zahlen vor

02.07.2015|SZ Ehingen (Tobias Götz)

Das betreute Kundenvolumen der Genossenschaftsbank kratzt an der Milliardengrenze.

Die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. Das betreute Kundenvolumen der Genossenschaftsbank kratzt mit 971 943 000 Euro an der Milliardengrenze. "Wir sind sehr zufrieden, wollen aber nicht mit unserer Größe prahlen", erklärt Vorstandsvorsitzender Fritz Lehmann.

Kontinuität und zufriedene Kunden - das sind die Schlagworte, die die beiden Vorstände Fritz Lehmann und Klaus Hofmann nennen, wenn es um die Entwicklung der Bank mit der Krone geht. Rund 300 000 Euro an Dividende, die wieder bei fünf Prozent liegen wird, will das Kreditinstitut heuer ausschütten. "Dennoch ist es uns sehr wichtig, dass wir unser Eigenkapital weiterhin stärken können. Und das tun wir um 10,3 Prozent auf rund 35 Millionen Euro", erklärt Lehmann. Profitiert hat die Raiba im abgelaufenen Geschäftsjahr auch vom aktuellen Bau-Boom, der noch immer anhalte. "Mit 4,9 Prozent haben wir ein sehr gutes Kreditwachstum erzielt, das über dem Schnitt liegt. Rund 7,4 Prozent Zuwachs haben wir bei den Bauförderungen, rund 2,5 Prozent Zuwachs bei den Krediten für Firmenkunden", macht Klaus Hofmann deutlich und sagt: "Das zeigt uns, dass in der Region kräftig in Immobilien investiert wird. Dieser Trend zieht sich auch durch das Jahr 2015." Fritz Lehmann erklärt zudem, dass viel Geld der Kunden auch in den Anlagebereich investiert wird. "Mit ein wenig Eigenkapital ist der Kauf einer Wohnung zur Vermietung derzeit ein gutes Anlageobjekt." Allerdings, so Hofmann, müsse man in Zeiten wie diesen aufpassen, dass es im deutschen Immobilienmarkt nicht zu einer Blasenbildung komme, wie jüngst in den USA. Zudem stellt die Bank fest, dass immer mehr Kunden ihre Geschäfte online über das Internet abwickeln. "Letztendlich entscheiden aber die Kunden mit ihren Füßen, wie unser Zweigstellennetz künftig aussehen wird", sagt Hofmann. Aktuell plant die Bank keine Schließung von Zweigstellen.

Gesamtstrategie überarbeiten

Die Raiffeisenbank Donau-Iller ist zudem gerade dabei, ihre Strategie für die kommenden fünf Jahre auszuarbeiten. Im Jahr 2018, so der Plan, wird Vorstandschef Fritz Lehmann in den Ruhestand gehen. "Wir haben viele fähige Leute und sind nun dabei, die Weichen über 2018 hinaus zu stellen", erklärt Lehmann.

Dass diese Weichen automatisch in eine Fusion, beispielsweise mit der Ehinger Donau-Iller Bank münden sollen, steht aktuell nicht zur Diskussion. "Dass wir ab 2018 eine Fusion einleiten werden, muss nicht zwingend sein", erklärt Klaus Hofmann.

Ziel der Strategie soll es aber sein, Lösungen für die aktuellen Bankprobleme wie weniger Zinsüberschüsse zu finden. "Zudem müssen wir neue Ertragsquellen erschließen", nennt Hofmann die Herausforderungen der Zukunft.

Die Vertreterversammlung findet am Dienstag, 7. Juli, um 19.30 Uhr in der Lindenhalle statt. Gastredner ist Wolfgang Schneiderhan, General a. D. der Bundeswehr.

Der Vorstand ist zufrieden: Fritz Lehmann (links) und Klaus Hofmann können gute Zahlen vorlegen.  SZ-Foto: Tobias Götz