Die Besten der Besten stehen fest

22.09.2016|SZ Ehingen

Prämierungsfeier der SZ-Sportlerwahl in der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß

Die Leser der Schwäbischen Zeitung haben bei der Wahl der Sportler des Jahres für viel Spannung gesorgt. "So knapp wie diesmal war es noch nie", sagte SZ-Redaktionsleiter Tobias Götz bei der Übergabe der Preise an die Sportler im Foyer der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß. Der Basketballer Daniel Berger bei den Männern, die Mehrkämpferin Kerstin Steinle bei den Frauen und die Leichtathleten der SG Dettingen bei den Teams kamen in der jeweiligen Kategorie auf Rang eins.

Mehr als 450 Stimmzettel waren eingegangen und weil darauf für die vorgeschlagenen Sportler, Sportlerinnen und Teams jeweils drei Kreuze zu vergeben waren, gab es pro Kategorie rund 1350 Stimmen zu verteilen. Dass nur zweimal mehr als 270 Stimmen auf Kandidaten entfielen, zeigt, wie eng das Rennen war.

Bei den Männern setzte sich der aus den USA stammende Basketballer Daniel Berger vom ProA-Aufsteiger Team Ehingen Urspring hauchdünn vor dem Allmendinger Bogenschützen Frank Bantle, dem Tennisspieler Alexander Windisch aus Ehingen, dem Dintenhofener David Braig vom SSV Ulm 1846 und dem Natural Bodybuilder Anastasios Fallias aus Ehingen durch. Bei den Frauen gewann die Leichtathletin Kerstin Steinle (SG Dettingen) vor der Dressurreiterin Stefanie Grab (RFV Ehingen), Veronika Ulrich von der TSG Ehingen, der Fußballerin Victoria Stvoric aus Griesingen und der Bodybuilderin Viola Scholz aus Justingen. Bei den Teams setzten die SZ-Leser die Leichtathleten der SG Dettingen auf Position eins, Platz zwei belegten die Fußballer des SV Oberdischingen vor den Eisstockschützen des VfL Munderkingen, den Oberliga-Herren des Tennisclubs Ehingen und den Basketballern der Steeples.

"Durch Ihre guten Leistungen spornen Sie Ihre Mitmenschen an, sich selbst zu bewegen", würdigte Fritz Lehmann, Vorsitzender der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß, die Leistungen und Erfolge der 15 prämierten Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften. Seit Jahren unterstützt die Genossenschaft die bereits zum zwölften Mal abgehaltene SZ-Sportlerwahl und stiftete auch diesmal die Geldpreise in Höhe von 500, 300 und 250 Euro für die drei Bestplatzierten jeder Kategorie. Lehmann wertete dies auch als "Anerkennung und Respekt für die sportlichen Leistungen" und versprach: "Wenn die Aktion fortgeführt wird, werden wir sie auch nächstes Jahr unterstützen."

Bei der Preisvergabe dabei war auch der Ehinger Oberbürgermeister Alexander Baumann. Auch er hob die Leistungen der Sportler hervor. "Sie stehen symbolisch für alle, die sich sportlich engagieren - und das sind nicht wenige, ob im Breiten- und Amateur oder im Spitzensport." Eine Ehrung wie bei der SZ-Sportlerwahl sei daher Anerkennung und Wertschätzung, so Baumann, der auch auf die Bedeutung wichtiger Partner für den Sport hinwies: auf die Zuschauer bei Wettkämpfen, auf die Medien als Berichterstatter von sportlichen Ereignissen und die Athleten selbst, auf Sponsoren und andere Unterstützer sowie auch auf Kommunen wie die Stadt Ehingen, die Sportstätten bauten und unterhielten. "Sport ist nichts Isoliertes, sondern findet in der Gesellschaft statt."

Im Mittelpunkt des Ehrungsabends standen aber die Sportler, die nicht nur ihre Geld- oder Sachpreise erhielten, sondern im Plausch mit SZ-Redaktionsleiter Tobias Götz auch etwas über sich und die Grundlagen ihrer Erfolge verrieten. Basketballer Daniel Berger sagte, dass er das Basketballspiel in Deutschland schätzt, weil es teamorientierter sei und nicht so stark von individuellen Leistungen geprägt wie in seiner Heimat USA, Bogenschütze Frank Bantle verdeutlichte, wie klein seine Ziele und daher wie schwer diese zu treffen seien. Vom Fußballer David Braig erfuhr man, dass er zum VfB Stuttgart hält ("Seit der Zeit des magischen Dreiecks mit Balakov, Bobic und Elber") und den Stürmertyp Robert Lewandowski schätzt, der Bodybuilder und DM-Zweite Anastasios Fallias gab an, einfach weiterzumachen und das Beste zu geben, um eines Tages den Titel zu holen.

Bodybuilderin Viola Schulz, junge Mutter, sprach über ihr Trainingspensum und darüber, wie der Aufwand mit dem Familienleben zu vereinbaren ist ("Es geht mit einem super Partner"), die junge Fußballerin Victoria Stvoric aus Griesingen verriet ihre Idole: Dzsenifer Marozsán oder, wenn man nicht nur die Frauen nimmt, Bastian Schweinsteiger. "Weil er auf derselben Position spielt wie ich." Stefanie Grab sagte, dass sie nach dem Kreismeistertitel in der M-Dressur künftig auf Erfolge in der S-Dressur hoffe, die Siebenkämpferin Kerstin Steinle nannte den 800-Meter-Lauf als Disziplin, die sie am wenigsten mag, und den Hürdensprint und das Kugelstoßen als Lieblingsdiziplinen.

Steeples-Teammanager Nico Drmota hofft, dass der ProA-Aufsteiger in der am Sonntag beginnenden Saison die "Großstädte etwas ärgern" könne, die Munderkinger Eisstockschützen erläuterten augenzwinkernd ihren Sport (Gerd Wengert: "Eisstockschießen ist wie Curling ohne Putzfrau"), die Oberdischinger Fußball wiesen darauf hin, dass sie auf den eigenen Nachwuchs bauen (Alexander Schien: "Das ist nicht mehr selbstverständlich"), während die Dettinger Leichtathleten mit ihrem Zwei-Mann-Trainerteam Siegfried Fieder und Marcel Fieder bis zu 70 junge Sportler aus 17 Ortschaften fördern und das sportlich erfolgreichste Jahr hinter sich haben.