Raiba Ehingen-Hochsträß schließt 8 Zweigstellen

24.02.2017|SZ Ehingen (Nina Merkle)

Betroffene Geschäftsstellen haben alle weniger als 500 Kunden – Geldbotenservice geplant

Die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß schließt bis Mitte des Jahres die Zweigstellen in Donaurieden, Frankenhofen, Granheim, Lauterach, Markbronn, Mundingen, Nasgenstadt und die Zahlstelle in Schaiblishausen, teilt der Vorstandsvorsitzende der Bank, Fritz Lehmann mit. Die Grundversorgung der Kunden will die Bank über einen Geldboten-Service aufrechterhalten.

Die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß hat neben der Hauptstelle in Ehingen weitere 18 Geschäftsstellen, eine Zahlstelle und eine Selbstbedienungsstelle in der Region. Doch da sich die Finanzwelt aktuell in einem Veränderungsprozess befinde, wie Lehmann sagt, und die langanhaltende Niedrigzinsphase und regulatorische Anforderungen der Bank zu schaffen machten, habe man sich dazu entschieden, das Geschäftsstellennetz zu überprüfen und anzupassen. „Nach einer umfassenden Analyse der Geschäftsstellen hat der Vorstand beschlossen, die Zweigstellen in Donaurieden, Frankenhofen, Granheim, Lauterach, Markbronn, Mundingen, Nasgenstadt und die Zahlstelle in Schaiblishausen zum 30. Juni zu schließen“, teilt Lehmann daher mit.

Rund 50 Prozent aller Kunden der Raiffeisenbank würden ihre Bankgeschäfte inzwischen hauptsächlich online erledigen, ergänzt Lehmann. „Eher die älteren Kunden kommen noch in die Filialen und es werden immer weniger“, sagt Lehmann. Geschlossen werden nun die Geschäftsstellen, die weniger als 500 Kunden haben und an sich nur wenige Stunden pro Woche von einem Mitarbeiter betreut werden. „Die nächste Filiale ist nie weit weg“, versichert der Vorstandsvorsitzende. So sei weiterhin beispielsweise für die Kunden auf der Ehinger Alb die Filiale in Dächingen geöffnet und mit mehreren Mitarbeitern besetzt. „Wir bleiben in der Fläche.“

Doch Fritz Lehmann ist bewusst, dass nicht alle Kunden der betroffenen Dörfer mobil sind und die Möglichkeit haben, in die nächste Filiale oder sogar nach Ehingen zu kommen, um Geld zu holen oder ihre Bankgeschäfte zu tätigen. Deswegen habe man im Vorstand die Überlegung angestellt, einen sogenannten Geldbotenservice anzubieten. „Der Berater, der früher zuständig war, würde dann nach einem Anruf zu den Leuten kommen und das Geld bringen und eventuelle Überweisungen mitnehmen“, erklärt Lehmann das System. Schon früher habe man das in manchen Dörfern so gemacht und es habe gut funktioniert.

Die Mitarbeiter, die in den Zweigstellen beschäftigt waren, werden alle – bis auf einen, der selbst gekündigt hat – in den Filialen weiterbeschäftigt und damit auch weiterhin die Ansprechpartner für die Kunden sein.