Raiba wächst in allen Bereichen

14.06.2017|SZ Ehingen: Tobias Götz

Das Geschäftsjahr der Ehinger Genossenschaftsbank sorgt für Zufriedenheit

Mit einem betreuten Kundenvolumen von rund 1,226 Milliarden Euro, einer Bilanzsumme von rund 579 688 000 Euro und einem Bilanzgewinn von 871 000 Euro blickt der Vorstand der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Mit eingerechnet in die Zahlen ist auch die nun abgeschlossene Fusion mit der Raiffeisenbank Dellmensingen.

„Wir haben eine super Entwicklung“, sagt Fritz Lehmann, Vorstandsvorsitzender der Raiba in Ehingen. Mit einer Bilanzsumme von knapp 600 Millionen Euro, die die Genossenschaftsbank gegenüber dem Vorjahr um satte 5,2 Prozent (der Durchschnitt liegt bei 4,3 Prozent) hat steigern können, nimmt die Bank laut Lehmann die richtige Entwicklung. „Wir sind durch die Bank in allen Bereichen stärker gewachsen als der Durchschnitt“, sagt Lehmann, der am Mittwoch, 21. Juni, bei der Generalversammlung in der Lindenhalle bereits zum 20. Mal als Chef der Bank den Bilanzbericht vorlegen wird, erfreut. „Wir können nun auch sagen, dass die Fusion mit der Raiba Dellmensingen optimal gelaufen ist. Wir sind rundum damit zufrieden“, sagt Lehmann, der Dellmensingen als eine attraktive Bankenregion bezeichnet. „Der Markt rund um Dellmensingen ist gut. Wir können jetzt das dortige Potenzial erschließen“, ergänzt Lehmanns Vorstandskollege Martin Traub, der sich momentan auch um die Entwicklung in Dellmensingen kümmert.

Dass die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß in allen Bereichen wächst, hat laut Traub mehrere Gründe. „Natürlich liegt es auch am allgemeinen Wirtschaftswachstum. Aber auch die große Bautätigkeit in und um Ehingen ist ein Grund für das Wachstum“, macht Traub deutlich. Fritz Lehmann geht indes noch einen Schritt weiter: „Vor der Finanzkrise waren die Genossenschaftsbanken vor allem bei der Politik nichts wert. Seit der Finanzkrise wissen alle, dass die Genossenschaftsbanken den Mittelstand finanzieren.“

Trotz der guten Entwicklung bereitet auch der Raiba die anhaltende Niedrigzinsphase Sorgen. „Viele Kredite, die wir vor rund zehn Jahren mit einem Zinssatz von drei oder vier Prozent festgeschrieben haben, laufen allmählich aus. Das bereitet uns natürlich Probleme“, erklärt Traub. Um Kosten zu sparen, wird auch die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß Zahlstellen in Granheim, Mundingen, Frankenhofen, Lauterach, Donaurieden, Markbronn, Schaiblishausen und Nasgenstadt schließen.

„Zudem werden wir auch Personalkosten einsparen. Es wird aber definitiv keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Es wird eher so sein, dass, wenn ein Mitarbeiter in den Ruhestand geht, diese Stelle unter Umständen nicht nachbesetzt werden wird“, erklärt Traub. Ebenfalls der Niedrigzinsphase ist es laut Fritz Lehmann geschuldet, dass die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß in diesem Jahr eine Dividende von vier Prozent ausschüttet, bisher lag diese bei fünf Prozent.

Bei der Generalversammlung am Mittwoch, 21. Juni, Einlass 18.30 Uhr, wird Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, zum Thema „Die Kunst des Politischen – Römische Perspektiven“ referieren.

Der Raiba-Vorstand Klaus Hofmann, Fritz Lehmann und Martin Traub (v.l.) ist mit dem Geschäftsjahr zufrieden. (Foto: SZ-götz)