Raiffeisenbank schließt acht Filialen

25.02.2017|SWP Ehingen (Rainer Schäffold)

Jetzt macht auch die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß einige ihrer Zweigstellen auf dem Land dicht. Wie Vorstandsvorsitzender Fritz Lehmann gestern mitteilte, werden die Filialen in Donaurieden, Frankenhofen, Granheim, Lauterach, Markbronn, Mundingen, Nasgenstadt und die Zahlstelle in Schaiblishausen zum 30. Juni schließen. Betriebsbedingte Kündigungen werde es durch die Schließungen nicht geben.

Lehmann begründet den Schritt  mit einem deutlich erhöhten Kosten- und Ertragsdruck, bedingt durch die langanhaltende Niedrigzinsphase und zunehmenden regulatorischen Anforderungen. Zudem verändere sich das Kundenverhalten durch die zunehmende Digitalisierung stetig.

Vorausgegangen sei eine umfassende Prüfung der Geschäftsstellen nach vorgegebenen Kriterien. Mindestens 500 Kunden war ein Kriterium. Daraufhin habe der Vorstand der Bank beschlossen, konsequent jene Zweigstellen zu schließen, die durch das angelegte Raster gefallen seien. Die Bank habe mit allen Ortsvorstehern gesprochen, sagte Lehmann, deren Orte von der Schließung betroffen sind, und sei dabei auf Verständnis gestoßen. „Wir haben schon lange damit gerechnet“, hätten einige geäußert.

Betroffen von der Schließung seien nur ganz kleine Zweigstellen, sagte Lehmann weiter. „Die haben andere schon vor 15 Jahren geschlossen.“ Die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß halte Filialen in der Größe weiter aufrecht, die bei anderen Geldhäusern nicht mehr betrieben würden.

Durch einen „Geldboten-Service“ werde die Grundversorgung mit Bargeld in den betroffenen Ortschaften weiter gewährleistet. Das heißt, dass Mitarbeiter der Bank auf Wunsch die Kunden zu Hause aufsuchen werden; vor allem sei hier an Personen gedacht, die nicht mobil sind.

Auch der Wettbewerber der Raiffeisenbank in Ehingen, die Donau-Iller-Bank, hatte 16 ihrer Zahlstellen auf dem Land geschlossen.