Her­mann Wax stellt in der Raiff­ei­sen­bank Al­bin Becks neu­es Buch vor

16.11.2018/SZ Ehingen (Kurt Efinger)

Den Kriminalroman "Ein Tag im Oktober" des 83-jährigen früheren Bankdirektors Albin Beck hat Hermann Wax, der Autor der viel beachteten "Etymologie des Schwäbischen", am Mittwoch in der Raiffeisenbank vorgestellt. "Es ist mir eine große Ehre, Albin Becks Buch vorstellen zu dürfen", sagte Wax vor rund 100 Zuhörern.

"Es ist nicht typisch ehingerisch, jemanden umzubringen, aber durch sein Kolorit ist das Werk ein Stück Heimatliteratur", charakterisierte Hermann Wax Albin Becks neues Buch. Nach fünf humoristischen Publikationen hat sich Beck erstmals dem Genre Kriminalroman zugewandt und diesen im oberschwäbischen Milieu angesiedelt. Nach einem Banküberfall in Riedlingen ermitteln Kommissar Peter Herrmann aus Biberach und sein Assistent Krumbiegel aus Crailsheim in Ehingen und Ravensburg. Nachgeforscht wird bei wohlhabenden Bürgern und solchen, denen es weniger gut geht wie Herbert Rogalla in der Allensteinerstraße. "Die ist kein Viertel für die Crème der Gesellschaft", erfährt man zur Verteilung der nach Besitz getrennten Wohnlagen.

"Albin Becks Buch ist kein Stück Trivialliteratur, sondern ein gekonnt gemachtes Kunstwerk", wertete Hermann Wax die Machart des Oberschwabenkrimis. Steil bergauf gehe es darin im Labyrinth der Mutmaßungen und Beinahelösungen. Im inneren Monolog des Ermittlers sei die Distanz zwischen Leser und Kommissar aufgehoben. Nach dem Vorbild antiker Tragödien sei die Einheit von Handlung, Raum und Zeit gewahrt. Dem Protagonisten bescheinigt Wax Respekt gegenüber den Dialogpartnern und das Herauskehren von Allgemeinbildung.

Dies bestätigte der Autor bei seiner Lesung, wenn er den Polizisten den Täter wie einst Captain Ahab den weißen Wal von weitem riechen ließ. Auch Höhepunkte der Ehinger Stadtgeschichte sind im Plot geschickt eingebaut.

AlbinAlbin Beck las aus seinem Roman "Ein Tag im Oktober"