Fritz Lehmann: Bankvorstand als Berufung

20.12.2018/SWP Ehingen (Andreas Hacker)

Klarer und herzlicher geht es kaum: Gestern Abend haben Spitzenvertreter genossenschaftlicher Banken sowie der Wirtschaft und Politik im Raum Ehingen dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß, Fritz Lehmann, Dank und Anerkennung gezollt für einen außergewöhnlichen Lebensweg. Für ihn sei Bankvorstand eine Berufung gewesen, würdigte Dr. Roman Glaser, der Präsident und Vorsitzende des Vorstands des baden-württembergischen Genossenschaftsverbands, den 64-Jährigen und zeichnete Lehmann mit der Ehrenurkunde in Gold des Verbands aus. „Mit ihm verlieren wir einen Charakterkopf“, sagte Glaser und betonte Lehmanns Blick „über den eigenen Schreibtisch und die kommende Woche hinaus“.

Das zog sich bei der Feier im Hotel Adler durch alle Ansprachen: Da geht einer, was man kaum glauben kann, der meinungsstark und geradlinig fast ein halbes Jahrhundert im Bereich der genosssenschaftlichen Banken und darüber hinaus seinen Weg gemacht hat.  In Ehingen hat Lehmann in den 21 Jahren an der Spitze der Raiba die Mannschaft verdoppelt und die Bilanzsumme vervierfacht, sagte Uwe Fröhlich, der Generalbevollmächtigte der DZ Bank, und lobte Lehmann als genossenschaftliche Institution, als Brückenbauer und als gleichermaßen hartnäckig wie humorvoll: „Sie vertreten die genossenschaftliche Idee mit Riesen- Leidenschaft.“

Er sei eine Marke, die ihresgleichen sucht, beschrieb OB Alexander Baumann Lehmann als Weggefährten, der immer für Überraschungen gut war, sich auch dem Gemeinwohl verpflichtet gefühlt und keine Herausforderungen gescheut hat – so wie jetzt als Werber für die Fusion von Raiba und Donau-Iller-Bank, für den OB „ein Gebot der Vernunft“.