Über die Geheimnisse des Gehirns

21.07.2019|SWP Ehingen (Renate Emmenlauer)

Erwachsene müssen Förderer und Begleiter für Kinder sein. Das sagte Laura Walk zum Thema „Wie Kinder (erfolgreich) lernen“ bei der Aktion „Bildung stärken“.

Das sind die neuen Auszubildenden.

Ausbildung ist vertriebsorientiert

Bei der Volksbank Musterstadt eG steht eine praxisnahe Ausbildung im Mittelpunkt. Neben dem Einsatz in den Geschäftsstellen durchlaufen die Auszubildenden auch die internen Abteilungen, wie das Electronic-Banking und die Marketing-Abteilung. "Unser interner Unterricht sowie das vielfältige Angebot an Seminaren und Workshops sind eine ideale Ergänzung zur theoretischen Ausbildung in der Berufsschule. Dabei legen wir Wert auf eine innovative Ausbildung und setzen hier neben Präsenzveranstaltungen insbesondere auf web-basierte Anwendungen", so Maria Mustermann, Personalreferentin der Volksbank Musterstadt eG.

Bewerbungsrunde für 2016 läuft an

"Motivierte und engagierte junge Leute, die Interesse an einer Karriere als Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau bei der Volksbank Musterstadt eG haben, sind eingeladen sich ab sofort bei uns zu bewerben", so Max Mustermann. Interessenten können sich hier im Karrierebereich auf unserer Website über unser Ausbildungsangebot informieren. Die Auswahl der Bewerber beginnt im Herbst 2015.

Pressekontakt

Mit einem Gedächtnisspiel startete Laura Walk, Diplom-Sportwissenschaftlerin am Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Uni Ulm, in ihren Vortrag „Wie
Kinder (erfolgreich) lernen“ bei der Preisverleihung der Aktion „Bildung stärken“ am Mittwoch
(wir berichteten). Die Referentin war zum dritten Mal bei einem Vortrag in der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß zu Gast.

Sie forderte die Anwesenden zum Mitmachen auf. Zu drei Farben gehörten Anforderungen wie Kniebeugen, mit dem Po wackeln sowie an Nase und Ohr fassen. Das funktionierte gut. Dann vertauschte sie die Farbkärtchen, und schon fing das Durcheinander an. „Hinter so einem scheinbar einfachen Spiel steckt weit mehr als nur die Motorik. Die Nervenzellen im Gehirn müssen sich spontan umorientieren“, sagte Laura Walk. Dabei werde man immer handlungsfähiger. „Auch in der Zeit, in der ich Ihnen was erzähle, arbeiten Ihre Nervenzellen
rasend schnell.“

Nach den Leitsätzen „Man wird, was man tut“ und „Man ist, was man hat“ lerne das Gehirn
unaufhörlich dazu. Das regelmäßige Trainieren vergrößere die Gehirnregion. „Und je früher und intensiver, umso besser“, sagte die Wissenschaftlerin. Etwa sei erwiesen, dass bei Musikern, die vom frühen Kindesalter an ein Instrument erlernen, das Zentrum für Musik im Gehirn weit ausgeprägter ist. Bereits im zweiten Lebensjahrzehnt nehme die Lernfähigkeit
ab, ab Mitte 50 gravierend. „Man braucht dann zwar länger zum Lernen, aber die Resultate
sind ebenso erfolgreich.“

Sie beantwortete die Frage „Wir lernen Kinder?“ selbst: Sie lernten am besten über Motivation und Erfolgserlebnisse, zudem, wenn sie eigenständig sein dürften. Wichtig sei, dass Erwachsene Vorbilder sind. „Schon die Kleinsten schauen sich alles bei den Großen ab.“ Im Gehirn gebe es das Arbeitsgedächtnis, das die Informationen kurzzeitig speichert
und weiterverarbeitet. Und unter anderem die kognitive Flexibilität mit der Gabe, sich auf
neue Situationen und Anforderungen einzustellen.

Laura Walk rundete ihren Vortrag mit einem Fingerspiel ab, bei dem man einem Nebensitzer abwechselnd den Daumen und den Zeigefinger entgegenstrecken musste. Das wurde mit jeder Sekunde schwieriger. Den Abschluss bildete das knifflige „Geräusche-Orchester“ und der Rat von der Neurowissenschaftlerin: „Üben, üben, üben mit Spaß und mit allen Sinnen.“ Zum Handy-Hype mahnte sie: „Wer viel am Handy rumspielt, hat für andere schönere Dinge weniger Zeit.“

Aktives Publikum: Die Referentin forderte die Zuhörer in der Raiffeisenbank zum Mitmachen auf – und die ließen sich nicht zweimal bitten. Fotos: Emmenlauer