Raiffeisenbank schränkt Öffnungszeiten in Zweigstellen ein

27.02.2020|SZ Ehingen

In Griesingen und Kirchen müssen sich Kunden künftig umstellen, härter trifft es die Kunden in Stetten.

Das sind die neuen Auszubildenden.

Ausbildung ist vertriebsorientiert

Bei der Volksbank Musterstadt eG steht eine praxisnahe Ausbildung im Mittelpunkt. Neben dem Einsatz in den Geschäftsstellen durchlaufen die Auszubildenden auch die internen Abteilungen, wie das Electronic-Banking und die Marketing-Abteilung. "Unser interner Unterricht sowie das vielfältige Angebot an Seminaren und Workshops sind eine ideale Ergänzung zur theoretischen Ausbildung in der Berufsschule. Dabei legen wir Wert auf eine innovative Ausbildung und setzen hier neben Präsenzveranstaltungen insbesondere auf web-basierte Anwendungen", so Maria Mustermann, Personalreferentin der Volksbank Musterstadt eG.

Bewerbungsrunde für 2016 läuft an

"Motivierte und engagierte junge Leute, die Interesse an einer Karriere als Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau bei der Volksbank Musterstadt eG haben, sind eingeladen sich ab sofort bei uns zu bewerben", so Max Mustermann. Interessenten können sich hier im Karrierebereich auf unserer Website über unser Ausbildungsangebot informieren. Die Auswahl der Bewerber beginnt im Herbst 2015.

Pressekontakt

Die Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß schränkt zum 1. April die Öffnungszeiten in mehreren Geschäftsstellen ein. Davon betroffen sind unter anderem Kirchen, Griesingen und Pappelau. Die Geschäftsstellen in Stetten (Landkreis Biberach) und in Arnegg (Blaustein) werden zum Ende des Jahres ganz wegfallen.

Nur noch zwei halbe Tage (montags und donnerstags) können Kunden der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß in Griesingen und Kirchen künftig ihre Bankgeschäfte am Schalter erledigen. „Wir haben die Service-Zeiten reduziert, Beratungen sind aber weiterhin nach Vereinbarung auch zu anderen Zeiten möglich“, betont Raiba-Vorstand Martin Traub. Er begründet die Entscheidung der Bank mit einem veränderten Kundenverhalten und den Auswirkungen der Zinspolitik.

Für Griesingen bedeutet dies, dass Kunden nur noch Montagnachmittag von 14 bis 17 Uhr und und Donnerstagvormittag 8.30 bis 12 Uhr einen Mitarbeiter am Schalter antreffen. Bislang hatte die Filiale viereinhalb Tage in der Woche geöffnet. „Der Vorstand hat mir die bevorstehende Änderung bei einem Gespräch eröffnet“, sagt Griesingens Bürgermeister Oliver Klumpp. Er bedauere die Entscheidung der Bank sehr. „Das ist schon eine Einschränkung für die Bürger, zumal auch die Kunden aus Nasgenstadt und Schaiblishausen nach der Schließung der dortigen Zweigstellen für ihre Bankgeschäfte nach Griesingen gekommen sind.“ Andererseits könne er den Schritt angesichts des wachsenden Marktdrucks auch verstehen. Immerhin bleibe aber der Geldautomat. Außerdem habe die Bank signalisiert, dass persönliche Beratungsgespräche auch außerhalb der Öffnungszeiten in Griesingen stattfinden könnten. „Wir sind froh, dass die Bank hier ist und ich hoffe, dass die beiden halben Öffnungstage nun lange bestehen bleiben“, fügt Klumpp an.

Die Filiale in Kirchen hatte im November 2016 ihr 120-jähriges Bestehen gefeiert. Damals hatte der damalige Vorstandsvorsitzende Fritz Lehmann noch gesagt: „Auf absehbare Zeit brauchen Sie hier in Kirchen keine Angst vor einer Zweigstellenschließung haben“. Das liege auch daran, dass die Raiffeisenbank Kirchen in ihrem Geschäftsgebiet rund 1000 Kunden betreut, die Gelder in Höhe von 11,8 Millionen Euro dort angelegt haben, so der Kirchener Geschäftsstellenleiter Markus Aierstock 2016 bei der Jubiläumsveranstaltung. Ab April wird sie nun nur noch Montagvormittag und Donnerstagnachmittag geöffnet sein. Laut Martin Traub ist aber derzeit ausdrücklich nicht geplant, die Filiale ganz zu schließen.

Wie Griesingens Bürgermeister findet auch Ortsvorsteher Alfred Schrode den Schritt der Raiba bedauerlich. Es gab im Vorfeld Gespräche mit Vorstand Traub, in dem die Hintergründe der Entscheidung herausgearbeitet wurden. „Ich bin nun aber gespannt auf die Reaktion der Kirchener“, sagt Schrode. „Viele sind ja auch Mitglied bei der Raiba.“ Schrode ist sich sicher, dass es für manche schwierig wird, die den alten Service gewohnt waren. „Wichtig ist aber, dass zwei halbe Tage in der Woche geöffnet bleibt und ein Ansprechpartner da ist. Und vor allem ein Geldautomat verfügbar ist“, betont Schrode. Doch als vor ein paar Jahren die Zweigstelle in Lauterach geschlossen worden sei, seien viele von dort auch nach Kirchen gekommen. „Die hat man hier immer wieder getroffen.“ Und nicht zuletzt gehe auch wieder ein Teil des dörflichen Lebens verloren, wobei doch immer gesagt werde, man müsse den ländlichen Raum stärken.

Anders sieht es für die Filiale in Stetten bei Achstetten aus. Hier werden in einem ersten Schritt die Öffnungszeiten eingeschränkt und die Geschäftsstelle zum Ende des Jahres dann ganz geschlossen. Traub verweist hier auch auf die Nähe zum Standort in Dellmensingen, der erst kürzlich komplett renoviert worden sei. In Arnegg wird nach der Schließung ein Selbstbedienungs-Automat bestehen bleiben.

Traub versichert, dass es im Laufe des Jahres keine weiteren Nachrichten mehr über Filialschließungen oder eingeschränkte Öffnungszeiten geben wird und ergänzt: „Ab Herbst werden wir ein neues Kunden-Service-Center anbieten, in dem die Mitarbeiter telefonisch, per Chat oder E-Mail erreichbar sind.“ Dieses stehe von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu Verfügung. So könnten die Kunden ihre Bankgeschäfte noch bequemer von zuhause aus erledigen.

Die Filiale in Kirchen hat ab April nur noch zweimal pro Woche auf. (SZ-Foto: meni)